Hancock Review

In Hancock zeigt sich diese Tatsache in zerschrotteten Autos, einstürzenden Brückenpfeilern, demolierten Hydranten und zerstörten Strassenzügen. Hancock ist ein Mix zwischen Chaot, Held und Strassenpenner und es ist genau dieser Mix, der diesen Film von anderen Comicverfilmungen mit Heldencharakter abhebt. Im Grunde ist unser Held erstmal ein saufender Penner, der weder weiß wo seine Superkräfte herkommen noch wie er mit seinem Leben umgehen soll. Dies macht Ihn durch sein rücksichtsloses Verhalten zu einer Bedrohung der Öffentlichkeit.

Der PR Mann kommt Hancock gerade recht. Denn nach der Rettungsaktion und zahlreichen zerstörten Gegenständen sowie Rechtsstreitigkeiten und einem Gefängnisaufenthalt, liegt es an Ray Embrey das Image des strauchelnden Helden wieder aufzupolieren. Will Smith spielt dabei den Hancock sehr treffen mit gedanklichen und deprimierten Zügen schafft er es sehr viel Persönlichkeit in den Charakter zu projezieren. Wenn er mal gut drauf, hilft er sogar der hiesigen Polizei.

Er ist im Grunde seines Herzens ein guter Typ, leider zeigt er es viel zu selten. Als Embrey seinen Schützling mit nach Hause bringt, beginnt sein neues Leben denn er schließt Sohn Aaron sowie Rays Frau Mary sofort in sein Herz. Ein paar schmachtende hier und paar ein tiefe Einblicke dort und schon ist ein Nebenschauplatz entstanden, der für beide noch schwerwiegende Folgen haben wird. Der Superheld bekommt ein komplett neues Images sowie auch Outfit verpasst mit dem er ab sofort die Strassen der Stadt wieder sicher machen soll.

Hancock hat viele Wendungen parat, mit denen man nicht rechnen würde. Der Film spielt mit dem Charakter des Helden, der sich strickt dagegen sträubt einzusehen, wer er wirklich ist und was er erreichen könnte. Die Psychologie eines übermenschlichen Helden wurde noch nie in einer derartigen Form beleuchtet.

Der Film ist sowohl Actionstreifen, wie auch Drama und Liebesgeschichte zugleich. Will Smith spielt die Rolle grandios und gibt dem Streifen den nötigen Tiefgang. Kenner der Szene erkennen auch sofort die Handschrift des Regisseurs Michal Mann wieder, der dafür bekannt ist Charaktere aus einer Tragik heraus ausbrechen zu lassen um große Dinge zu bewirken.